Nachdenklich, preisgekrönt, international. Einzelgänger, Schauspieler, Künstler. Berliner, Kosmopolit – der 36-Jährige begeistert am Theater im Kino und im TV. Im lässigen Look von BOSS beweist er Charisma und Charakter.

Auszug aus dem Interview in der neuen L’OFFICIEL HOMMES (Herbst 2017)
 
LOH     Sie machen auch viel Sport, oder?
AF      Wieso?
LOH     Na ja, die Muskeln da an den Armen …
AF      Ach so, nee. Ich war schon immer sportlich, ich habe als Kind viel Sport gemacht, vor allem Straßenfußball. Aber für den Film, von dem ich gerade erzählt habe, habe ich zehn Kilo zugenommen. Auch an Masse und Muskeln. Da habe ich drei Monate richtig trainiert und gefressen und eigentlich kaum was anderes gemacht als das.
LOH     Was haben Sie denn gegessen?
AF      Ganz viel Huhn und Reis. Eben Eiweiß, Kohlenhydrate, diese Shakes … Ich hatte Angst, dass ich Depressionen kriege. Ich habe fünfmal die Woche im Fitnessstudio abgehangen. Dabei mag ich Fitnessstudios eigentlich gar nicht. Jetzt gehe ich ganz normal joggen.
LOH     Genießen Sie die Pausen zwischen den Drehs?
AF      Es gibt Schauspieler, die immer arbeiten. Von einem Theater zum nächsten, da ein Dreh … Das war nie mein Ding. Am Anfang war da diese Freiheit nach der Schauspielschule, die ich sofort wollte. Ich kann gerne mal sechs Monate durchmachen, aber ich brauche immer wieder Phasen, wo man auch kein Schauspieler ist. Obwohl es in mir eigentlich immer etwas arbeitet. Die Wahrnehmung der Welt, die Erfahrungen von mir und anderen sind nun mal eine große Quelle.
LOH     Schöpfen Sie viel aus sich selbst bei Ihren Rollen?
AF      Ja. Wovon will man auch erzählen? Ich brauche diese Leere, damit irgendwas entsteht oder ich die eigenen Stimmen mal wieder höre und auch nicht zu sehr verlerne, einfach nur ich selbst zu sein. Ich mache auch nie Sachen gleichzeitig. Kann ich nicht, will ich auch nicht.
 
 
fotos Thomas Leidig styling Jacky Koop text Nadine Barth   
produktion Alexander Seeberg-Elverfeldt